Historie vom Schützenverein Fintel

Im Jahr 1871 gründete sich in Fintel der Schießverein. Für diesen galt später die Bezeichnung Schützenverein Fintel. Die Vereinsmitglieder trugen zunächst keine Uniformen. Diese wurden erst später beschafft. Seit dem Jahr 1924 galt eine neue Satzung. Der Verein gab sich im Jahr 1981 abermals eine neue Satzung.

Der Schützenverein besaß während der 135 Jahre seines Bestehens zwei Fahnen. Die im Jahre 1872 gekaufte alte Fahne begleitete von da an bis 1986 all die Schützenumzüge. Dem nicht immer guten Wetter bei den Umzügen ausgesetzt, war diese Fahne schon einmal zu überholen und neu zu imprägnieren. Daraufhin erwarb der Verein 1986 eine neue Fahne. Die frühere Fahne stellt er in der Schützenhalle in einem Schaukasten aus.

Der Krieg 1914 bis 1918 forderte seine Opfer auch aus den Reihen der Vereinsmitglieder. Einige der zum Heeresdienst einberufenen Männer kehrten nicht zurück. Nach dem Kriege setzte sich das Vereinsleben fort und schon im Jahr 1920 fand wieder ein Schützenfest statt.

Auch der zweite Weltkrieg forderte seine Opfer. Mehrere aus dem Schützenverein einberufenen Männer fielen oder blieben vermisst. Nach dem Ende dieses Krieges bestand der Zusammenschluss zunächst nicht weiter. Er galt infolge der britischen Besatzungsbestimmungen automatisch als aufgelöst. Als im Jahr 1949 das Besatzungsrecht entfiel, berief Gastwirt Wilhelm Sander eine Mitgliederversammlung ein und der Verein feierte in diesem Jahr erstmals wieder sein Schützenfest. Erst im Jahr 1951 durfte wieder mit Kleinkalibergewehren geschossen werden.

Die Schaffung des 100-Meter-Schießstandes im Jahr 1934 beendete die früheren Bemühungen um einen angemessenen Ort, der nicht nur für die Schießübungen geeignet war, sondern auch den behördlichen Anforderungen genügte. Im Jahre 1938 erfolgte der Bau eines Schießstandes für Kleinkalibergewehre. Im Jahr 1958 weihte der Verein einen Schießstand mit Keller und Kugelfang ein.

Die Feier des 100. Geburtstages im Jahre 1971 mit gleichzeitigem Kreisschützenfest wurde ein besonderes Ereignis in der Vereinsgeschichte. Der Verein erbaute damals auf seinem inzwischen gekauften Gelände nach den Entwürfen Wilhelm Stövers ein neues Schützenhaus. Zeitgleich mit dem Kreisschützenfest stellte er dies mit dem darin befindlichen Schießstand fertig.

Das Jahr 2004 brachte wieder umfangreiche Bauarbeiten mit sich, die mit der Einrichtung eines modernen Schießkanals und weiterer Räume abschlossen.

Nach den vorliegenden Niederschriften trat der Verein 1936 dem Deutschen Schützenbund bei. Dennoch entstand 1954 die Meinung, dies sei nicht der Fall. Der Verein weigerte sich damals, den Beitrag zu überweisen. Doch Ende des genannten Jahres erfolgte dann der Beitritt.

Die Gründung der Damenriege mit 16 Personen erfolgte im Jahr 1966.

Der Schützenverein Fintel hat im Jahr 2006 185 Mitglieder.

 

Schützenpräsidenten bzw. Kommandeure

1871 - 1989 Unbekannt wegen fehlender Unterlagen

1890 - 1892 August Brammer

1893 1894 He. Springhorn

1894 - 1896 Christian Stegen

1897 - 1898 W. Wiedow

1899 - 1900 Christian Behrens

1900 - 1906 Franz Dietrich

1907 - 1919 Julius Hagemann

1920 - 1927 Fritz Stöver

1928 - 1930 Carl Broocks

1931 - 1952 Johannes Andresen

1953 - 1961 Friedrich Röhrs

1962 - 1965 Wilhelm Gerken

1966 - 1990 Heinrich Oentrich

1990 - 1994 Wilhelm Stöver

1994 - 1998 Heinz Tödter

1998 - 2002 Hartmut Haage

2002 - 2010 Günter Hackensohn

2010 - heute Marin Wiechern

Unsere Könige

           

 

1949 Friedrich  Röhrs 1994 Rainer Riebesehl
1950 Hermann  Röhrs 1995 Heinrich Müller
1951 Wilhelm Sander 1996 Hartmut Haage
1952 Hermann Thömen 1997 Hermann Hühner
1953 Otto Cordes 1998 Hans Schlüter
1954 Otto Baden 1999 Dieter Thömen
1955 Heinrich Renken 2000 Thorsten Michalowski
1956 Adolf Thömen 2001 Harry Boelter
1957 August Bonas 2002 Thorsten Michalowski
1958 Hermann Thömen 2003 Florian Baden
1959 Hermann Renken 2004 Ulrich Ostermeyer
1960 Hans Grußendorf 2005 Heinz Tödter
1961 Ernst Rethwisch 2006 Wilfried Bartels
1962 Hans Rogge 2007 Thomas Grunwald
1963 H. G. Röhrs 2008 Wilfried Bartels
1964 Heinrich Oentrich 2009 Egon Ruschmeyer
1965 Erich Bonas 2010 Wilfried Bartels
1966 Wilhelm Stöver 2011 H.Heinrich Dittmer
1967 Willy Marquardsen 2012 Faruk Delic
1968 Heinz Oentrich 2013 Detlef Vorwerk
1969 Erwin Behrens 2014 Stephan Boelter
1970 Edgar Sander 2015 Karin Rook
1971 Heinrich Behrens 2016 Uwe Holsten
1972 Hermann Holsten 2017     H. Joachim Schier
1973 Alfred Wichern 2018 Frieder Thömen
1974 Günter Fischer      
1975 Johannes Rogge      
1976 Werner Ostermeyer      
1977 Hermann Hagemann      
1978 Heiner Hagemann      
1979 Alfred Schulz      
1980 Alfred Wichern      
1981 Heino Meyer      
1982 Heinz Henk      
1983 Hans Bonas      
1984 Walter Ruschmeyer      
1985 Erich Repschläger      
1986 Kurt Kampe      
1987 Otto v. Fintel      
1988 Alfred Schulz      
1989 Werner Mund      
1990 Adolf Töpfer      
1991 Walter Ruschmeyer      
1992 Karl Heinz Jürges      
1993 Walter Renken